Salon LXII
in der Ausstellung Yvonne Wahl - Orbit
"Venus und Mars" mit Werken von Holst, Schostakowitsch, Mozart, Beethoven und Bach
Donnerstag, 24. September 2026, 20 Uhr / 8 pm
1977 schickte die NASA die Weltraumsonden Voyager 1 und 2 mit der Mission ins All, über die Grenzen unseres Sonnensystems hinaus zu fliegen. Für eine eventuelle Begegnung mit Außerirdischen wurden beiden Sonden jeweils eine Schallplatte aus Gold mit auf den Weg gegeben, um den fremden Wesen unsere Welt in Klängen zu schildern. Das Voyager Quartet verdankt nicht nur seinen Namen dieser Mission, es spielte auch die gesamten Werke der "goldenen Schallplatten" ein.
Im Programm "Venus und Mars" stellt das Voyager Quartet Assoziationen zu Krieg und Frieden in den Raum und Werke gegenüber, die Kriegserfahrung, Trauer und Nachdenklichkeit ebenso thematisieren wie Hoffnung, Ausgleich und Miteinander. Als gleichberechtigtes „Gespräch“ mehrerer Stimmen lässt sich die Formation Streichquartett musikalisch wie ein Sinnbild kommunikativen Gelingens und ein Friedenssymbol an sich verstehen.
Für ihr Konzert "Venus und Mars" machen sie eine Zwischenlandung in Yvonne Wahls Ausstellung "Orbit", bevor sie es auf die großen Bühnen bringen.
Programm:
Gustav Holst (1874 Cheltenham -1934 London)
The Planets: “Mars, the Bringer of War“ (arrangiert von Andreas Höricht)
Dmitiri Dmitrijewitsch Schostakowitsch (1906 Sankt Petersburg -1975 Moskau)
Streichquartett Nr. 8 c-Moll op. 110
Wolfgang Amadeus Mozart (1756 Salzburg -1791 Wien)
Streichquartett Nr. 21 D-Dur, KV 575 (1. Satz)
____________ Pause / Intermission ____________
Ludwig van Beethoven (1770 Bonn - 1827 Wien)
Streichquartett Nr. 10 Es-Dur op. 74
Johann Sebastian Bach (1685 Eisenach - Leipzig 1750)
Dona nobis pacem (arrangiert von Andreas Höricht)
VOYAGER QUARTET
Nico Christians, 1. Violine
Maria Zrenner, 2. Violine
Andreas Höricht, Viola
Klaus Kämper, Violoncello
Die Musiker des Voyager Quartet wurden als Mitglieder legendärer Streichquartette wie etwa des Cherubini Quartetts oder des Modern String Quartet berühmt. Sie spielen zudem in Orchestern von Weltrang mit, darunter im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.
Unzählige Konzerte weltweit führten sie auf die Bühnen renommierter Musikfestivals, etwa auf die Ruhrtriennale, das Rheingau Musikfestival, die Berliner Festwochen, die Bregenzer Festspiele, das Lucerne Festival oder in namhafte Konzerthäuser wie das Gewandhaus Leipzig, den Wiener Musikverein oder das Lincoln Center in New York.
Als Voyager Quartet schlossen sie sich 2014 zusammen.
1977 schickte die NASA die Weltraumsonden Voyager 1 und Voyager 2 mit der Mission ins All, über die Grenzen unseres Sonnensystems hinaus zu fliegen. Für eine eventuelle Begegnung mit Außerirdischen wurden beiden Sonden je eine Schallplatte aus Gold mit auf den Weg gegeben, um unsere Welt in Klängen zu schildern. Das Voyager Quartet verdankt nicht nur seinen Namen dieser Mission, es spielte auch die gesamten Werke der "goldenen Schallplatten" ein.
2020 bekam die CD »Winterreise for String Quartet« des Voyager Quartets von Schubert international höchste Anerkennung und wurde in der Kategorie »Kammermusik« für den »Opus Klassik« nominiert. Im Beethovenjahr 2020 spielte das Quartett in der Villa Wahnfried an sechs Abenden vor einem kleinen aber begeistertem Publikum sämtliche Streichquartette von Beethoven als Ersatz für die ausgefallenen Bayreuther Festspiele. Ihre 2021 veröffentlichte CD »Boten der Liebe« - Musik von Mahler und Wagner - wurde in den Kategorien »Kammermusik« und »Weltersteinspielung« ebenfalls für den »Opus Klassik« nominiert. Der Deutsche Musikrat und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien zeichnetetn 2022 das Quartett mit einem großen Stipendium aus, um eine Oper ohne Gesang zu komponieren und zu realisieren. Dieses Werk mit dem Titel „Falsche Götter“ (Text Albert Ostermaier) wurde 2024 bei den Nibelungenfestspielen in Worms und 2026 im Rahmen der 150-jährigen Bayreuther Festspiele aufgeführt.

Voyager Quartet, Foto: wildundleise.de
///// English Version
The musicians of the Voyager Quartet (Nico Christians, first violin; Maria Zrenner, second violin; Andreas Höricht, viola; Klaus Kämper, cello) rose to fame as members of legendary string quartets such as the Cherubini Quartet and the Modern String Quartet. They also perform with world-class orchestras, including the Bavarian Radio Symphony Orchestra.
Countless concerts worldwide have taken them to the stages of renowned music festivals, such as the Ruhrtriennale, the Rheingau Music Festival, the Berlin Festival, the Bregenz Festival and the Lucerne Festival, as well as to prestigious concert halls such as the Gewandhaus in Leipzig, the Vienna Musikverein and Lincoln Centre in New York.
They came together as the Voyager Quartet in 2014. The quartet takes its name from a space mission. In 1977, NASA launched the Voyager 1 and Voyager 2 space probes on a mission to fly beyond the boundaries of our solar system. In the event of a possible encounter with extraterrestrials, each probe was equipped with a gold record to describe our world through sound. The Voyager Quartet owes its name not only to this mission but also recorded all of the works on these “golden records.”
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In 2020, the Voyager Quartet’s CD *Winterreise for String Quartet* by Schubert received the highest international acclaim and was nominated for the *Opus Klassik* award in the ‘Chamber Music’ category. In the Beethoven Year 2020, the quartet performed all of Beethoven’s string quartets over six evenings at Villa Wahnfried before a small but enthusiastic audience, as a substitute for the cancelled Bayreuth Festival. Their CD ‘Boten der Liebe’ (Messengers of Love), released in 2021 – featuring music by Mahler and Wagner – was also nominated for the ‘Opus Klassik’ award in the ‘Chamber Music’ and ‘World Premiere Recording’ categories. In 2022, the German Music Council and the Federal Government Commissioner for Culture and the Media awarded the quartet a major grant to compose and stage an opera without singing. This work, entitled “Falsche Götter” (text by Albert Ostermaier), was performed in 2024 at the Nibelungen Festival in Worms and in 2026 as part of the 150th anniversary celebrations of the Bayreuth Festival.
In the “Venus and Mars” program, the Voyager Quartet explores associations with war and peace and juxtaposes works that address experiences of war, grief, and reflection as well as hope, balance, and togetherness. As an “conversation” among different voices on equal footing, the string quartet can be understood musically as a metaphor for successful communication as well as a symbol of peace in and of itself.
For their concert “Venus and Mars,” they’re making a stop over at Yvonne Wahl’s exhibition “Orbit” before taking it to public stages at major venues.